Aktien

«Wir investieren in erfolgreiche Unternehmen, nicht in Börsenkurse.»

Albin Kistler betreibt intensives Research auf Branchen- sowie Titelebene. Wo immer möglich, suchen wir den direkten Managementkontakt, um eine bestmögliche Datenqualität sicherzustellen. Wir legen die strategische Ausrichtung bei den Aktien fest, indem wir makroökonomische Daten analysieren und interpretieren.

makroökonomische Daten

Im Rahmen der makroökonomischen Daten grundsätzlich drei Themengebiete von zentraler Bedeutung:
- die aktuellen Aussichten des wirtschaftlichen Umfelds,
- das Preis-Buch-Verhältnis im historischen Vergleich
- und die derzeitigen Risikoprämien, ebenfalls im historischen Vergleich.

Diese drei Indikatoren ergeben in kombinierter Betrachtung Auskunft über die zu wählende Aktienquote. Eine Kennzahl darf hierbei nie isoliert betrachtet werden, sondern ist stets im Kontext zu interpretieren

Bei Unternehmen, bei denen direkte Managementkontakte kaum möglich oder notwendig sind, beziehen wir unsere Informationen aus zweiter Hand durch externe Analysten (Sekundärresearch).


Ergänzend orientieren wir uns an diversen Substanz- und Ertragskennziffern, die in das Analysesystem von Albin Kistler einfliessen.

Substanz- und Ertragskennziffern

Die für Albin Kistler zentralen quantitativen Kennzahlen sind:
- Preis/Buchwert (P/B)
- Preis/Umsatz (P/S)
- Kurs/Gewinn (P/E)
- Verhältnis P/E zu langfristig erwartetem Gewinnwachstum (PEG-Ratio)
- Verhältnis Unternehmenswert zu operativem Cashflow (EV/EBITDA)
- Ertrag auf eingesetztem Kapital (ROCE)

Die für Albin Kistler zentralen qualitativen Kennzahlen sind:
- Marktführerschaft
- Management/historische Daten
- Finanzierung
- Prognosesicherheit
- Nachhaltigkeit der Gewinnentwicklung

Detaillierte Informationen zu unserer Finanzanalyse und dem Bereich Aktien finden Sie in unserer Unternehmensbroschüren für institutionelle Kunden. [PDF]

Anleihen

«Im Zentrum unserer Anlagephilosophie stehen Sicherheit, Substanz und Rendite.»

Für eine erfolgreiche Investition im Anleihensegment sind fundierte Markt- und Unternehmenskenntnisse unerlässlich. Unser intern entwickeltes Zinsprognosemodell, die Währungsanalyse kombiniert mit der hauseigenen umfassenden Bonitätsanalyse, ist ein wichtiger Bestandteil unseres Erfolgs und legt die Basis für unsere strategische Ausrichtung der Anlagepolitik im Bereich Anleihen.

Unsere Modelle und Analysen

Zinsprognosemodell
Die Zinsprognose ist ausschliesslich auf den Schweizer Markt ausgerichtet. In der Regel verlaufen Zinskurven ansteigend. Deshalb sollte man sich mit kurzen Laufzeiten verschulden, bei der Anlage aber lange Laufzeiten bevorzugen. Wer diese Regel beherzigt, wird langfristig Überschussrenditen erzielen. Die Gefahr inverser Zinskurven wird massiv überschätzt.

hrungsanalyse
Die Währungsanalyse dient als Grundlage für Investitionen ausserhalb des Schweizer Frankens. Fremdwährungen sind bei der Aktienanalyse nur in Ausnahmefällen relevant, bei der Anleihenselektion hingegen stellen sie einen zentralen Bestandteil dar.

Bonitätsanalyse
Die fundierte finanzielle Analyse eines Schuldners erfordert diverse Kennzahlen, die anhand ausführlicher interner Untersuchungen identifiziert wurden:
- Eigenkapitalquote und Gearing
- Verschuldungsfaktor
- Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA
- Reingewinnmarge und Zyklik
- Cashflow-Marge und Zyklik

Zudem sind die Qualitätskriterien ein weiterer Bestandteil der Bonitätsanalyse. Marktführerschaft, Managementqualität, Prognosesicherheit sowie Nachhaltigkeit der Gewinnentwicklung werden hierfür analog der Aktienanalyse berücksichtigt.

Eine objektive, standardisierte sowie kontinuierliche Bonitätsüberprüfung und detaillierte Marktkenntnisse erlauben uns, ungerechtfertigte Kursab- respektive -aufschläge zu nutzen. Hierfür verwenden wir aber nicht die offiziellen Krediteinstufungen (Ratings) der Banken oder Agenturen, sondern eine tiefgreifende, interne Bonitätsanalyse.

Primärmarkt
Engagements über Neuemissionen bieten eine Möglichkeit, attraktive Anleihen vor Handelseinflüssen zu erwerben. Unser Netzwerk an Spezialisten bei den führenden Emissionshäusern garantiert einen verzögerungsfreien Informationsfluss. Dies ist unentbehrlich, da vom Zeitpunkt der Ankündigung bis zur Schliessung des Zeichnungsfensters oftmals nur wenige Minuten vergehen.

Detaillierte Informationen zu unserer Finanzanalyse und dem Bereich Anleihen finden Sie in unserer Unternehmensbroschüren für institutionelle Kundem. [PDF]

Immobilien

«Wir beherrschen unser Metier. Das Handwerk des Investierens.»

Sorgfältig ausgesuchte Investitionen in Schweizer Immobilien sorgen für einen regelmässigen Cashflow und erhöhen die Diversifikation innerhalb unserer Kundendepots.

Die Immobilienquote wird hierbei ausschliesslich über indirekte Anlagen abgedeckt (Immobilienaktien, -fonds, -anlagestiftungen). Die Preiswürdigkeit, definiert als bezahlte Prämie (Agio) gegenüber dem inneren Wert, spielt eine zentrale Rolle.

Auf der Suche nach den attraktivsten Anlagen erachten wir insbesondere die Nutzungsart der Liegenschaften, die regionale Aufteilung sowie die Ausschüttungsrendite für ausschlaggebend. Generell bevorzugen wir Investitionen in weniger konjunktursensitive Wohnimmobilien.

Detaillierte Informationen zu unserer Finanzanalyse und dem Bereich Immobilien sowie Immobilien-Anlagestiftungen finden Sie in unserer Unternehmensbroschüren für institutionelle Kunden. [PDF]

Glossar

In diesem Glossar sind die auf der Webseite und in den Broschüren aufgeführten Fachbegriffe näher erläutert für ein besseres Verständnis des Investitionsansatzes von Albin Kistler.

Arbeitslosenquote Schweiz
Die im Zinsprognosemodell zur Anwendung kommende Arbeitslosenquote berechnet sich aus dem Verhältnis der registrierten Arbeitslosen zur Gesamtheit aller Erwerbspersonen. Mittels dieses Indikators wird nicht nur die reduzierte Konsumkraft bei erhöhter Arbeitslosigkeit berücksichtigt, sondern auch eine Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Situation gegeben.

EV/EBITDA
Diese Kenngrösse stellt den Unternehmenswert (EV = Enterprise-Value), also Börsenkapitalisierung plus Nettoverschuldung, in Relation zum EBITDA (Earnings before interest, taxes, depreciation, and amortization). Das EBITDA ist eine Vorstufe des Unternehmensgewinns, bevor Steuern oder Fremdkapitalzinsen bezahlt oder Abschreibungen berücksichtigt werden. Die Idee ist, dass so ein Wert resultiert, der annäherungsweise den Cashflow des operativen Geschäfts (ohne Investitionen o.ä.) widerspiegelt, was in Kombination mit dem Unternehmenswert in angemessener Relation stehen sollte.

Index der offenen Stellen Schweiz
Diese Kennzahl gibt Auskunft darüber, inwiefern die Arbeitsnachfrage durch das Arbeitsangebot gedeckt werden kann. Auch wenn sie auf den ersten Blick der Arbeitslosenquote sehr ähnlich sieht, gibt es doch entscheidende Unterschiede. Ein Beispiel ist die Sockelarbeitslosigkeit, die auch in wirtschaftlich guten Zeiten einen nicht zu unterschreitenden Wert darstellt, während die Zahl der offenen Stellen weiter zu steigen vermag. Auch muss eine hohe Arbeitslosigkeit nicht bedeuten, dass keine offenen Stellen vorhanden sind, denn häufig sind qualifizierte Arbeitskräfte rar, was trotz Konjunkturaufschwungs die Arbeitslosenquote unverändert lässt.

Index Konsumentenstimmung Schweiz
Viermal pro Jahr werden im Auftrag des SECO etwa 1000 Haushalte nach ihrer Einschätzung der Wirtschaftslage, der finanziellen Lage des Haushalts, der Sicherheit der Arbeitsplätze usw. befragt. Da das volkswirtschaftliche Wohlergehen stark vom privaten Konsum abhängt, ist die Berücksichtigung dieses Indikators für das Zinsprognosemodell unerlässlich.

Kapazitätsauslastung Schweiz
Die KOF erhebt im Rahmen der Konjunkturumfragen eine breite Palette an Indikatoren. Einer der bekanntesten ist die Kapazitätsauslastung. Dabei wird die effektive Produktion als Prozentsatz des Produktionspotenzials ausgedrückt. So kann abgeschätzt werden, in welchem Zyklus sich die Wirtschaft befindet und wie gross die Produktionsreserven/-überkapazitäten im Vergleich zu früheren Konjunkturphasen sind (Extremwerte deuten auf In- oder Deflation).

Kurs/Gewinn (P/E)
Diese Kennzahl ermöglicht den Einbezug der Profitabilität, da sämtliche Kostenfaktoren gemäss der verwendeten Rechnungslegung im Reingewinn ihren Niederschlag finden. Je tiefer die Kennzahl ist, desto günstiger ist das Unternehmen bewertet. Dabei kann der Rein gewinn als «geglättete» Grösse über einen längeren Zeitraum betrachtet werden, was dem Management diverse buchungstechnische Spielräume ermöglicht. Zudem können ausserordentliche, verzerrende Ereignisse den Unternehmensgewinn signifikant beeinflussen, was eine sorgfältige Analyse und allenfalls Anpassungen erfordert.

Management/historische Daten

Kontinuität ist für einen langfristig orientierten Anleger essenziell. Auch wenn die erfolgreiche Vergangenheit kein Garant für eine ebensolche Zukunft ist, so gibt sie doch Auskunft über die Realisierbarkeit und den Erfolg einer Strategie sowie die Zielstrebigkeit und Zuverlässigkeit des Managements. Dasselbe gilt für das Aktionariat, insbesondere die Grossaktionäre. Denn Konstanz zeugt häufig langfristigem Interesse, der Absicht, auch in schlechten Zeiten dem Unternehmen beizustehen, sowie dem Glauben an das Erfolgspotenzial und das Management.

Marktführerschaft
Dieses Qualitätskriterium beschreibt die Marktposition des Unternehmens im angestammten Markt (geografisch) bzw. Segment (produktspezifisch). Bei Firmen, die in verschiedenen Bereichen tätig sind, ist entscheidend, dass die Mehrheit eine Marktführerschaft besitzt.

Nachhaltigkeit der Gewinnentwicklung
Im Gegensatz zur Prognosesicherheit reflektiert diese Kenngrösse die individuelle Einschätzung des Branchenexperten, ohne dabei Konjunkturzyklen zu berücksichtigen. Besonderes Augenmerk gilt der strategischen Positionierung der Produkte und Dienstleistungen über die kommenden zehn Jahre. Die Höhe der Einstiegsbarriere in das jeweilige Tätigkeitsgebiet repräsentiert ebenfalls einen Teil der Einschätzung.

PEG-Ratio
Für den Value-Investor sind auch zukunftsgerichtete Kennzahlen von hoher Relevanz, wie z.B. die so genannte PEG-Ratio. Dieses setzt das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis in Relation zum prognostizierten Wachstum. Je tiefer der resultierende Wert, desto besser sind die erwarteten Aussichten. Das prognostizierte Wachstum wird vom verantwortlichen Analysten anhand des konjunkturellen Umfelds, der Aussagen des Managements (Guidance), der Branchenerwartungen sowie der firmenspezifischen Gegebenheiten abgeleitet und plausibilisiert.

Preis/Buchwert (P/B)
Value Investing besagt, dass eine Aktie umso preiswerter ist, je niedriger ihr P/B und dass ihr Mindestwert in der Regel beim Buchwert liegt. Diese Aussage ist naheliegend, denn ein Unternehmenswert, der anstelle des Buchwerts auf künftigen Gewinnen basiert, ist reine Spekulation. Je höher der Marktwert über dem Buchwert liegt, desto mehr Spekulation ist im Aktienkurs enthalten. Gleichzeitig ist aber insbesondere für Wachstumsmärkte oder Firmen mit überdurchschnittlichem Potenzial und konstant hohen Margen ein gewisser Aufpreis fast unumgänglich. Detailliertes Firmen-Know-how ist erforderlich, um einen «gerechtfertigten» Aufpreis abschätzen zu können.

Preis/Umsatz (P/S)
Setzt die aktuelle Marktkapitalisierung eines Unternehmens ins Verhältnis zu dessen (Jahres-)Umsatz, wobei ein tiefer Wert einem hohen vorzuziehen ist. Liegt die Stärke dieser Kennzahl primär in der geringeren Verfälschbarkeit gegenüber dem Kurs-Gewinn-Verhältnis ist der Nachteil ganz klar in der fehlenden Berücksichtigung der Profitabilität zu suchen. Anwendung findet diese Verhältniszahl in einem direkten Branchenvergleich ähnlich gelagerter Gesellschaften.

Produzentenpreisindex Schweiz

Der Produzentenpreisindex wird vom SECO erhoben und misst die monatliche Preisentwicklung der sowohl im Inland abgesetzten als auch exportierten Produkte. Da andauernde Nachfrage- resp. Angebotsüberschüsse in der Industrie häufig über den Preis kompensiert werden, ist dies ein guter Indikator für den anstehenden Konjunktur- und Zinstrend.

Prognosesicherheit
Dieses Qualitätsmerkmal bemisst die prozentualen Schwankungen aller erfassten Reingewinne einer Gesellschaft. Firmen mit konstanten Gewinnen erhalten bessere Bewertungen als Unternehmen mit stark zyklischen Werten.

Realzinsen
Aktuelle Rendite der Eidgenossenanleihe abzüglich der annualisierten Inflationsrate.

Renditespread
Je grösser die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Emittent am Kapitalmarkt in Zukunft seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, desto höher muss bei ausgegebenen Anleihen die Entschädigung für den potenziellen Verlust sein. Diese Differenz wird Renditespread genannt und beziffert in aller Regel den Renditeunterschied zu so genannten risikolosen Anleihen.

Risikoprämie
Als Risikoprämie definiert man die Differenz zwischen der erwarteten Unternehmensgewinnrendite (UGR) eines Aktienportfolios und der Verzinsung risikoloser Anlagen (z.B. zehnjährige Anleihe der Eidgenossenschaft). Sie stellt eine rechnerische Entschädigung für das zusätzlich eingegangene Risiko einer Aktienanlage dar.

ROCE
Der Return on Capital Employed, kurz ROCE, ist eine Kennzahl, die Profitabilität ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital setzt. Der ROCE ist der Betriebsgewinn im Verhältnis zum betriebsnotwendigen Kapital (Eigenkapital zuzüglich Nettoverschuldung).

Zinskurve
Als Zins(struktur)kurve bezeichnet man die über verschiedene Laufzeiten abgetragenen Spot Rates von risikolosen Staatsanleihen. Die Zinsstrukturkurve ist somit eine grafische Darstellung der Zinssätze und Renditen, die auf dem Markt zu einem bestimmten Zeitpunkt für verschiedene Laufzeiten gelten.

«Zeitlose Grundsätze machen unseren Anlageerfolg aus.»

Mehrrendite bedeutet nicht überdurchschnittliches Risiko. Im Gegenteil: Albin Kistler ist ein konservativer Investor mit einem langfristigen Anlagehorizont Wir investieren nur in qualitativ gute Unternehmen: Solide Finanzierung, starkes Management und Marktführerschaft sind Voraussetzungen für unser Engagement – kombiniert mit einem langfristigen Anlagehorizont und einer tiefen Bewertung an der Börse ergibt sich eine vielversprechende Ausgangslage.

Kurzfristigem Handeln messen wir keine Bedeutung bei. Die uns anvertrauten Gelder werden breit und gezielt diversifiziert sowie nach verschiedenen Kriterien gewichtet.

Unser Aktionsradius für Aktien und Anleihen beschränkt sich auf transparente Märkte. Volatile und überregulierte Segmente werden untergewichtet oder gänzlich gemieden. Ebenso wenig sind Derivate und strukturierte Produkte Bestandteil unserer Anlagetätigkeit.

Unsere Organisationsstruktur Research finden Sie hier. [PDF]